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Erinnerung an Tobias Lagenstein und Thomas Tholi
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Überwältigende Mehrheit für Oberst André Wüstner
Soldaten tragen den Sarg von Sergej Motz bei der Trauerfeier in der Sankt-Johannes-Kirche in Bad Saulgau. Der Hauptgefreite war wenige Tage zuvor in Afghanistan gefallen. Foto: picture alliance/REUTERS/MIRO KUZMANOVIC
Am 29. April 2009 fiel der Hauptgefreite Sergej Motz bei Kundus im Norden Afghanistans. Sergej Motz war der erste deutsche Soldat, der nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs in einem Feuergefecht zu Tode kam.
Auf der Rückfahrt von einer Patrouille wird der Transportpanzer Fuchs, in dem sich Sergej Motz befindet, von einem RPG-Geschoss getroffen. Durch die Wucht der Explosion erleidet Sergej Motz schwerste Verwundungen, denen er kurz darauf erliegt.
Der Tod von Sergej Motz war eine Zäsur für die Bundeswehr: In jener Zeit häuften sich Anschläge und Feuergefechte im Norden Afghanistans, doch in Deutschland tat man sich mit diesen Realitäten schwer. Es sollte auch nach dem Tod von Sergej Motz noch eine ganze Weile dauern, bis sich die deutsche Politik dazu durchringen konnte, von „Krieg“, „Gefallenen“ und „Verwundeten“ zu sprechen, um die Einsatzrealität in Afghanistan zu beschreiben. Ende 2010 wurde Sergej Motz posthum mit der Einsatzmedaille Gefecht geehrt, als erster Soldat der Bundeswehr.
Die gefallenen und verwundeten Kameraden in würdiger Erinnerung zu behalten und ihrer immer wieder zu gedenken, ist für den Deutschen BundeswehrVerband Aufgabe und ehrenvolle Pflicht. All die Frauen und Männer der Bundeswehr, die bei der Verteidigung von Freiheit und Demokratie gefallen oder verwundet worden sind, dürfen niemals vergessen werden.
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